Im September wurde eine Zielgruppenbefragung im Zuge der Konzepterstellung für die Jobmobil Roadshow durchgeführt. Auf Anraten einiger Kunden haben wir einen Fragebogen ins Internet gestellt und über die alma mater Webseite für die Teilnahme an der Umfrage geworben. Mehr als 200 Studenten und Absolventen haben sich beteiligt und ihre Wünsche an eine Campus Roadshow definiert.
„Campus-Roadshow 2009“ – Ein Konzept das auf Resonanz stößt?
Im Zuge der zunehmenden Anzahl an Promotions-, Werbe- und Karriereaktionen in der deutschen Hochschullandschaft hat alma mater eine Befragung unter Studenten durchgeführt. Ziel der Umfrage ist die Wahrnehmung der Studenten zur Dichte von Werbeaktionen auf dem Campus und den daraus resultierenden Bedarf an Karriereberatung und -betreuung für den Berufseinstieg.
Mit einer Beteiligung von 210 Studenten von rund 100 verschiedenen Hochschulen befindet sich ein Gros der Bewerber am Ende des Diplomstudiums. Mit knapp 60% sind Bewerber der Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften am stärksten vertreten.
Eine erste Komponente der Umfrage befasst sich mit der subjektiven Wahrnehmung zur Dichte von Werbe- und Promotionsangeboten. Hierbei zeichnet sich ein deutliches Bild ab, wonach bisher nicht von einer Überfrachtung an Werbeaktionen gesprochen werden kann. Lediglich eine Minderheit der Befragten empfindet die Situation als unangenehm oder störend. Ein Großteil der Befragten nimmt Aktionen bisher nicht wahr oder empfindet die Anzahl als zu gering (Siehe Abbildung 1). Dieses Ergebnis ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass Studenten in der Regel nicht täglich an der Hochschule Präsenz zeigen müssen, weshalb die Dichte der Aktionen subjektiv geringer ausfällt als sie es objektiv ist.

Die Abfrage der objektiven Aktionshäufigkeit erbringt eine Anzahl von zwei bis vier wöchentlichen Werbemaßnahmen (siehe Abbildung 2). Diese aufgehende Schere zwischen objektiver und subjektiver Wahrnehmung lässt denn Schluss zu, dass tatsächlich wöchentlich eine hohe Anzahl an Werbeaktionen zu verzeichnen ist, diese aber von den Studenten nicht als störend empfunden wird. Daraus kann gefolgert werden, dass insbesondere für hochwertige und exklusive Promotions- und Werbeaktionen ein Bedarf an deutschen Hochschulen besteht.

Die Erfahrung von alma mater im Hochschulmarketing bestätigt, dass die Zahl der externen Akteure, die an der Mensa oder dem Hörsaalgebäude um die Gunst der Studenten wetteifert, seit einigen Jahren kontinuierlich zunimmt. Bestätigt wird diese subjektive Einschätzung durch die Tatsache, dass viele Hochschulen Werbe- und Promotion Aktionen durch externe Dienstleister koordinieren und realisieren lassen. Um bei dieser Vielzahl von Beteiligten eine nachhaltige Wirkung zu erzeugen, ist ein außergewöhnliches und zielgruppenorientiertes Durchführungskonzept unabdingbar.
„Campus Roadshow – 2009“ ein ausgedientes Konzept?
Nein! Eine Roadshow ist 80% der Befragten ein noch unbekanntes Konzept! Ein Karriereevent in Form eines Roadshow-Konzepts ist bisher nur wenigen Studenten an Ihrer Hochschule begegnet. Der Spielraum für eine derartige Veranstaltung ist deshalb im Gegensatz zu herkömmlichen Promotion-
Aktionen als hoch einzustufen. Diejenigen Studenten, welchen ein solches Konzept bekannt ist nen-nen erstaunlicherweise Konzepte, die schon mehrere Jahre zurück liegen. Augenscheinlich ist der entscheidende Punkt für die nachhaltige Wahrnehmung, die inhaltliche Ausgestaltung. In Bezug auf Qualität und Exklusivität kann folgender Richtwert als Maßstab genommen werden: je umfassender die inhaltliche Ausrichtung und je exklusiver die Konzeption und Durchführung, desto länger bleibt ein derartiger Ansatz im Gedächtnis der Studenten verankert. Hohe Qualität in der Umsetzung und ein exklusives „Roadshow“ -Auftreten konnte bei den Studen-ten überzeugen. Im Ergebnis hat die Umsetzung des Roadshow-Konzeptes von Daimler, Bosch, KPMG und alma mater einen bleibenden Eindruck bei den Studenten hinterlassen. Resümierend kann festgehalten werden, dass eine Roadshow mit exklusiver Umsetzung der klassischen Promotion-Aktion definitiv vorteilhafter ist.
Abgesehen von diesen quantitativen Ergebnissen über die Häufigkeit und Wahrnehmung von Werbe- und Roadshowformaten an deutschen Hochschulen, gewähren die Resultate der qualitativen Befragung Einblicke in die Zufriedenheit der Bewerber mit dem hochschulinternen Karrierebetreuungsangebot. Die Ergebnisse der Umfrage unter den Studenten weist ein Beratungsdefizit der Bewerber aus. Lediglich ein Viertel der Befragten äußerte sich positiv über das hochschulinterne Betreuungsangebot in Karrierefragen. Mehr als drei Viertel der Studenten fühlen sich kaum bis überhaupt nicht betreut oder vermissen gar die Existenz einer Karriereberatung an der eigenen alma mater. Insgesamt fällt die Bilanz der Studenten zu Ungunsten der Career Center aus. Diese sind entweder nicht existent oder haben bisher eine Verankerung als Beratungsinstitution in der Wahrnehmung der Studenten noch nicht erreicht.

Welche Angebote vermissen die Studenten am meisten an ihrer Hochschule?
Einigkeit besteht unter Studenten und Absolventen hinsichtlich des Wunsches nach konkreten und greifbaren Stellen- und Praktikaangeboten. Die Dienstleistung einer Karriereberatung für Studenten ist unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen für Studenten essentiell, um den stets wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Schon frühzeitig während des Studiums gilt es die Weichen richtig zu stellen. Hierbei ist eine Tiefenanalyse der aktuellen Trends in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt Wegweiser für die Studenten. Was erhofft sich der Student von heute durch eine „Campus Roadshow“?

Die Bündelung einer Vielzahl von Angeboten unter einem „Karrieredach“ entspricht den Vorstellungen der Bewerber. Neben der Sichtung der eigenen Bewerbungsmappe und Tipps für das Vorstellungsgespräch ist der direkte Firmenkontakt wesentlich für die Studenten. Studenten wünschen sich direkte Firmenkontakte, um den direkten Draht in die Wirtschaft zu nutzen und ihre berufliche Zukunft aktiv in Angriff nehmen. Firmenpräsentationen stellen hierbei den begleitenden Richtungsweiser dar, der ihnen die Spezifizierung auf die passende Branche und das passende Unternehmen erleichtert.
Der persönliche Mehrwert von Profilschärfung und Bewerbungsberatung zahlt sich ebenfalls für die Unternehmen aus. Bewerber erhalten die Möglichkeit ihre Ziele zu konkretisieren, um mit klaren Vorstellungen auf den Arbeitsmarkt treten zu können. An diesem Punkt können die Unternehmen anknüpfen und die Bewerber direkt und ohne Zwischenstopps am Campus abholen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bei den deutschen Hochschulabsolventen ein Beratungsdefizit mit dem gestiegenen Bedürfnis nach konkreten Ansprechpartnern für die eigene Karriereentwicklung einhergeht. Das Konzept der „Campus-Roadshow“ bringt genau diese Leistungen zielgerichtet und gebündelt an die deutschen Hochschulen. Unter Begleitung exklusiver wirtschaftlicher Partnerunternehmen entsteht so der gewünschte Mehrwehrt, sowohl für Studenten als auch für die Unternehmen.