Wir möchten hier heute mal eine Diskussion zum aktuellen Chancen-Stand der Berufsanfänger anstossen. Da wir uns als Recruiter und Karriereberater ständig auf dem Laufenden halten, sind uns ein paar Aussagen zum Thema aufgefallen.

Here we go:
SpiegelOnline: WIR KRISENKINDER: Jung, gut ausgebildet, chancenlos, 15.06.2009
WeltOnline: Selbst Elite-Studenten kriegen kaum noch Jobs, 20.07.2009
Karriere: Absolventen kämpfen mit der Krise, 01.07.2009
und dann:
InternationalStudentsClub: Uniabsolventen-Jahrgang 2009 trotz Krise positiv gestimmt

“Die frisch gebackenen Akademiker der Jahrgangs 2009 zeigen sich von der derzeitigen Wirtschaftskrise relativ unbeeindruckt und blicken trotz unsichererer Jobaussichten positiv in die Zukunft. Das ergab eine Umfrage des internationalen Nachrichten- und Karriere-Portals International Students Club. 77 Prozent der 354 Befragten bewerteten ihre eigenen Berufschancen trotz Krise als sehr gut, elf Prozent als gut und zwölf Prozent als nicht gut.”
Wir fragen uns: Wie passt das zusammen. 12 % der Befragten sehen Ihre Einstiegschancen als nicht gut an? Wow – ganz schön selbstbewusst die Kandidaten aus den International Students Club.
Dass wir uns richtig verstehen. Von dem “Krisenkinder-Geschwafel” und Panikmache halten wir mal auch gar nichts. Fakt ist, dass die Zeiten für frischgebackene Absolventen frostiger geworden sind. Mit “Hoppla – hier bin ich, der frische Ingenieur. Was gibts für mich zu tun?” ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
Mit einer ausgefeilten Bewerbungsstrategie, einem selbstkritischen Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen und Fleiss und Engagement sind aber auch heute noch gute Jobs zu ergattern. Das zeigt auch die alma mater Gehaltsstudie, wonach passende Nachwuchskräfte auch jetzt noch gut verdienen können.
Also .. wat nu? Johannes und ich wären wirklich an Eurer Meinung interessiert.


Das steht aber auch in der Krisenkinder-Geschichte des Spiegel: Dass die Jugend zwar in Bezug auf die Zukunft der Gesellschaft skeptisch ist, in Bezug auf ihre persönliche Zukunft aber optimistisch. Ruhig mal nachlesen, ein sehr treffender, differenzierter Artikel. Darüber täuscht das Label “Krisenkinder” vielleicht ein wenig hinweg.
PS: Ich rede von der Titelgeschichte im Heft, nicht von den diversen Storys auf SPON.
Krise!? nur ein anderes Wort für Chance! Allerdings ist ein gewisses Maß an Anpassung unverzichtbar!
ich denke es ist zu pauschal zu sagen, absolventen haben es schwer oder leicht. m.E. hängt dies von mehreren faktoren wie zb der studienrichtung und schwerpunkten im studium ab. somit werden einige “noch” optimistische absolventen auf die nase fallen, andere werden bestätigt. den ersteren sollte man die lage schnell bewusst machen.