Liebes Blogbuch,
unser Besuch an der TU in Dresden war von anhaltendem Regen begleitet. Und das, obwohl ich dabei war. Ich, die Sonnenschein-Almameise, die nichts mehr hasst als Regen und Rucola. Aber na ja, das Wetter kann man sich leider nicht aussuchen und ich habe auch noch keinen Weg gefunden, es zu beeinflussen. Diese Umstände haben leider auch nicht unbedingt viele Studenten motiviert, sich lange an unserem Truck aufzuhalten. Trotzdem konnten wir vielen Studenten die Möglichkeit geben, sich ausführlich mit uns und unserer Karriereberaterin zu unterhalten und die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brannten.
Eine der häufigsten Fragen, die Frau Çakmak gestellt bekam, war die Frage nach dem Bewerbungsfoto. Muss man eines zu seiner Bewerbung beilegen oder nicht?
Ich möchte diese Frage hier mal beantworten. Ein Unternehmen darf nicht darauf bestehen, dass Bewerber ein Foto in der Bewerbung mitschicken. Dennoch ist es ratsam, dies zu tun. Ein Foto verleiht der Bewerbung nämlich eine persönliche Note und ohne diese würden Bewerbungen recht anonym wirken. Wer dennoch Sorge hat, wegen seines Aussehens benachteiligt zu werden, sollte sich vor Augen führen, dass gut ausgebildete Personalverantwortliche gelernt haben, sich auf die wesentlichen Punkte einer Bewerbung zu konzentrieren. Und dazu gehören eben nicht die Ohrläppchen eines Kandidaten.
Hinzu kommt, dass man sich spätestens beim Vorstellungsgespräch sowieso persönlich gegenübersteht. Und dann entscheiden wiederum Persönlichkeit und Eignung.
Wie ich euch schon angekündigt habe, waren zwei Mitarbeiter der Firma Coinor mit uns in Dresden, um ihr Unternehmen zu präsentieren und geeignete Mitarbeiter zu finden. Die beiden waren sehr freundlich und haben mir viel über ihr Unternehmen erzählt. Sie schienen richtig stolz darauf zu sein, bei Coinor zu arbeiten. Ist aber eigentlich auch nicht verwunderlich. Denn Coinor ist eines der wenigen Unternehmen, welches die Krise mehr als nur gut überstanden hat. Wie mir die Zwei heute erzählten, sind dort alle Mitarbeiter vollkommen ausgelastet. Eigentlich ja eine tolle Sache in Zeiten, in denen andere ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen. Hinzu kommt, dass Coinor auch eine Aktiengesellschaft ist, an denen sich Mitarbeiter beteiligen. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter zu Investoren werden und im Gegenzug am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden. So ist die Motivation bei jedem Einzelnen auch entsprechend hoch. Eine feine Sache für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, wenn ihr mich fragt. Langsam geraten aber viele dort an ihre Grenzen.
Es gibt viel zu tun und neue Mitarbeiter werden benötigt. Daher hat Coinor auch motivierte Absolventen gesucht. Die müssen natürlich auch einiges auf dem Kasten haben und in so einer megaerfolgreichen Firma arbeiten wollen. Mit den orangenen, leuchtenden Unternehmensfarben ist der Stand von Coinor bei dem grauen Wetter sehr herausgestochen. Aber die richtigen Kandidaten für die offenen Stellen haben doch nicht zu Coinor gefunden.
Darum haben wir die Stellenanzeigen einfach eingepackt und werden sie auf den Rest der Tour mitnehmen. Wäre doch gelacht, wenn wir nicht jemanden für Coinor finden würden! Für Ilmenau habe ich da zumindest schon ein sehr gutes Gefühl!
Eure Alma



